Hier findest Du eine Zusammenstellung der bisher von mir mitgelaufenen Wettkämpfe. Mein erstes Wettkampfjahr war 2003.
Ottendorfer Kanallauf (11,1 km)
Sepeler Wellenlauf (11,5 km)
Gettorfer 10-Meilen-Lauf (16,09 km)
Deich- und Salzwiesenlauf Schönberg (21,1 km)
Birklauf Gelting (21,1 km)
Kiel-Lauf (21,1 km)
Alster-Marathon (42,2 km)
Silvester-Lauf (6 km)
So, 04.05.03: 9. Ottendorfer Kanallauf 2003
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| Ottendorf 2003 |
Länge/Zeit: 11,50 km, 0:59:18 h, 5:09 min/km
Profil/Wetter: hügelig; regnerisch
Strecke: Um Dersau herum.
Für Kämpfernaturen! Rutschig, ordentlich Steigungen, Waldwege - alles, was der Läufer braucht, wenn er mal so richtig Kampfschwein sein will. Der Sepeler Wellenlauf heißt wegen der Bodenwellen so, die irgendeine Eiszeit hinterlassen hat. In Anbetracht der Umstände fand ich meine Zeit gut - aber nächstes Mal will ich an die 50 Minuten kommen.
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| Gettorf 2003 |
Länge/Zeit: 21,10 km, 1:54:04 h, 5:24 min/km
Profil/Wetter: eben; regnerisch
Strecke: Durch die Salzwiesen und lange Zeit am Deich.
Es war mein erster Halbmarathon - daher wird er mir natürlich immer in Erinnerung bleiben. Aber der Reihe nach:
Schönberg liegt an der Ostsee, am Ostrand der Kieler Förde. Und der besondere Reiz des Rundkurses, aus dem dieser Halbmarathon besteht, ist es, daß man kilometerlang am Strand langläuft, und zwar auf dem asphaltierten Weg - immer mit Blick auf die Ostsee. Der Kurs ist praktisch brettflach. Das kam mir als Halbmarathonanfänger natürlich sehr entgegen.
Es war ein regnerischer Morgen, völlig untypisch für Ende Juni, aber sehr typisch für Kiel und Umgebung. Ich hatte vorher nur drei Wettkämpfe mitgemacht (zweimal ca. 11 km und einmal 16,5 km), aber eines schon gelernt: die Sonne ist ein schlimmerer Feind als der Regen. Daher war ich durchaus dankbar, vor allem, weil es beim Loslaufen nur nieselte und daher die Muskulatur noch einigermaßen warm vom Einlaufen blieb.
Mein Zeitziel war: unter 2 Stunden bleiben. Ich hatte mich mit einem Kumpel aus meinem Lauftreff zusammen verabredet, am Anfang nur 5:30 bis 5:40 pro km zu laufen und diszipliniert zu bleiben - bloß nichts überhasten am Anfang, wenn die meisten Läufer davonstürmen, als wären Wespen hinter ihnen her. Das klappte auch hervorragend, aber Jens verließ mich dann irgendwann bei km 5, lief sein eigenes Rennen und kam mit 1:48:35 ins Ziel.
Der Anfang war wie immer eine Lachnummer - 5:30 auf den ersten Kilometern, das ist praktisch wie im Lauftreff, das wird freundlich daher gelaufen ohne groß dabei zu stöhnen. Erst am Deich, so zwischen km 7 und 14, da merkte ich langsam, wie ich in Bedrängnis kam. Ich fand schnell eine andere Läufergruppe, die sich offenbar ein 5:30er-Tempo vorgenommen hatte, schloß mich ihr an und lief die gesamte Deichstrecke mit ihr. Aber irgendwann später, als es über Stakendorf zurück nach Schönberg über schöne breite Feldwege ging, verlor ich sie, weil sie offenbar zu wesentlich mehr in der Lage waren als ich (schnief).
Bei km 20 entdeckte ich dann noch ein bißchen Extrakraft in meinen Beinen, beschleunigte etwas und konnte mit 1:54:04 mein Ziel noch etwas unterschreiten.
Bei so einem Landschaftshalbmarathon gibt es kaum Publikum, das einen anfeuert. Davon abgesehen war die Organisation gut (es gab sogar WARME Duschen), die Strecke war ausreichend ausgeschildert und für einen Anfänger wie mich wunderbar zu laufen. Allerdings war das Stück am Deich etwas windschief - das linke Bein hätte länger sein müssen als das rechte, und das merkte man während des Laufens ein
bißchen in den Knien. Ach so, und der erste Getränkestand war bei ca. km 12 ein bißchen spät.
Ansonsten war ich hinterher so beschwerdefrei, daß ich begonnen habe, für 2004 auf einen Marathon hinzuarbeiten. Aber den 15. Schönberger Lauf, den mache ich auch wieder mit, wenn es irgendwie geht.
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| Beim Start in Gelting |
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| Unterwegs in der Beseler Allee |
Länge/Zeit: 42,20 km, 4:00:06 h, 5:41 min/km
Profil/Wetter: teils eben, teils hügelig; kühl
Strecke: Hin und zurück durchs Alstertal.
Geschafft! Mein linkes Hüftgelenk schmerzt! Mir geht es schlecht!
Mein Bericht über den 2. Alstermarathon am 19. 10. 2003 in Hamburg:
Zum Lauf selbst:
Angemeldet waren 299 Einzelläufer (Stand 15. Oktober 2003). Ins Ziel gekommen sind 231 Läufer (und Läuferinnen) und 62 Staffeln. Die Zeiten der ersten drei waren: 2:43:12 h, 2:50:28 h und 2:55:19 h. Die Namen hörten sich auch nicht besonders kenianisch an. Der Läufer mit der "mittlersten Plazierung" (115 von 231) lag bei etwa 4:08 h. Die beste Staffel hatte eine Zeit von 2:36:18 h (5 Läufer).
Es gab ungefähr alle 7 km Verpflegungsstationen. Ärgerlich war nur die erste (da gab es nur Tee, und den mag ich nicht). Danach gab es Wasser in genügenden Mengen und gelegentlich sogar einen Squeezy frei Haus (ich hatte allerdings meine Gürteltasche ohnehin mit Squeezies vollgepackt und auch vor jeder Wasserstation ein Gelpäckchen genommen). Das war also in Ordnung. Auch die Ausschilderung und die Wegposten waren sehr gut postiert. Bei der Erstauflage soll es zu Problemen gekommen sein, aber diesmal konnte man sich eigentlich nur absichtlich verlaufen. Im Ziel angekommen, gab es Bananen, Gemüsebrühe, Kuchen und Wasser (WASSER, WASSER) - und ein Finisher-T-Shirt, das allerdings zum Laufen nicht zu gebrauchen ist (70% Baumwolle, 30% Polyester). Da der ganze Spaß nur 30 Euro gekostet hat, geht das aber voll in Ordnung. Insgesamt ein Marathon mit einer recht schönen Strecke und einer zufriedenstellenden Organisation.
Wie es mir bei meinem ersten Marathon erging:
Am Samstag, dem 18. 10. 2003, bin ich nach Hamburg zu meiner Schwester gefahren. Sie und ihr Freund haben mich gut verpflegt und früh ins Bett gesteckt. Nach einer eher unruhigen Nacht und einem leichten Frühstück bin ich dann mit ihr auf die Suche nach der Startnummernausgabe gegangen. Das war gar nicht so einfach. Die Ausschreibung ließ vermuten, daß die Startnummern am Start ausgegeben werden, aber weit gefehlt: die Startunterlagen gab es in der Jahn-Kampfbahn, dem Ziel des Marathons. Start und Ziel liegen bei diesem Marathon zwar nahe beieinander, sind aber nicht identisch. Für einen Nichthamburger eigentlich unlösbar, aber dann war da noch der arme Mensch in orangen Klamotten, der einen Zettel mit "Start 41,195 km" auf den Boden klebte (beim Startpunkt natürlich), und uns - wir waren inzwischen zu einer veritablen Traube umherirrender startunterlagensuchender Läufer gewachsen - erhellte.
Zum Glück waren meine Schwester und ich zeitig da, so daß das mit den Startunterlagen am
Ende doch problemlos klappte. Beim Start hatte ich nach einem Läufer gesucht, der sich via Internet mit mir verabredet hatte, aber ich habe ihn leider nicht finden können. Dafür traf ich einen alten Bekannten, mit dem ich hier nie gerechnet hätte, und der noch weniger Lauferfahrung hatte als ich, nämlich nur neun
Monate. Aber es war einer von der Sorte "zäh und schlank", deshalb machte ich mir um ihn keine Sorgen.
Los ging's! Die Strecke führte an der Alster lang zu einem größeren Wendekreis, dann wieder die gleiche Strecke zurück bis zur Jahnkampfbahn. Ich bin es verhalten angegangen. Meine Ziele waren: 4:30 h auf jeden Fall, 4:15 h als realistisches Zeitziel und 4:00 h als Traumziel. Gierig, wie ich nun mal bin, fing ich nach drei langsamen Kilometern im Sechserschnitt mein Tempo langsam an zu steigern, so auf 5:40 bis 5:35 min/km. Das ließ sich auch relativ einfach bis km 25 durchhalten. Bis dahin lief es sich wie im Traum; es war eben ein (für mich) sehr langsamer Halbmarathon. Meine Halbmarathon-Zwischenzeit müßte so etwa 1:59 h betragen haben. Allerdings war die Strecke nicht gerade eben. Es war nun auch nicht das Hamburger Pendant zum Jungfrau-Marathon, aber es ging ganz schön auf und ab, wie das so ist, wenn man mal runter auf das Niveau der Alster und dann wieder hoch auf das Niveau der umliegenden Wälle muß. Im Prinzip so wie bei meinen Trainingsläufen, die ich im Klosterforst Preetz absolviert hatte (da allerdings mit einem 7er-Schnitt).
Ab km 25 wurde es härter. Es war nicht der Mann mit dem Hammer: Mein Körper konnte noch, aber meine Lust ließ nach. Es war einfach ewig lang, und ich war ja in der Vorbereitung nie länger als 32 km gelaufen. Außerdem nervte mich meine Laufjacke. Das Wetter war kalt, aber schön (teils sonnig, teils leicht bewölkt). Wegen der Kälte hatte ich meine Laufjacke angezogen, aber nach ca. 10 km war ich warm genug und hätte sie am liebsten weggeschmissen. So trödelte ich bis km 32 in einem Kilometerschnitt nahe an 6 Minuten herum und hatte mich geistig schon damit abgefunden, in einer Zeit um die 4:15 h ins Ziel zu kommen. Dann kam auch noch das linke Hüftgelenk hinzu, das plötzlich und zum ersten Mal überhaupt während meiner kurzen Laufkarriere weh zu tun begann.
Gerade da kam aber die Erlösung in Gestalt von zwei "Hasen", die ich in einem Laufforum kennengelernt habe. Sie hatten ihre Ankündigung im Forum tatsächlich wahrgemacht und machten sich auf, mich die letzten ca. zehn Kilometer bis zum Ziel zu begleiten. Das war ein Motivationsschub ohnegleichen, so daß meine Geschwindigkeit wieder zunahm auf ca. 5:40 min/km (mal mehr, mal weniger). Zwar wurde mir gegen km 40 noch ein bißchen schlecht und bei km 41 dachte ich kurz übers Aufgeben nach, aber dann hielt mich doch der Gedanke ans Ziel aufrecht, und ich trabte mit letzter Kraft in die
Jahnkampfbahn.
Meine eigene Uhr hat bei 4:00:13 h gestoppt (auf die offizielle Ergebnisliste konnte ich nicht warten). Nach den Schwierigkeiten unterwegs war die Zeit deutlich besser als erwartet. Mindestens 5 Minuten und das Ausbleiben der ganz schweren Psychokrise haben sich dabei meine "Hasen" zuzuschreiben, wobei die eine
noch so nett war, mir die nervende Laufjacke abzunehmen. Meine Schwester und ihr Freund warteten auch hinterm Ziel, haben mich nach Hause transportiert und dann ein heißes Bad eingelassen, in dem ich mich bestimmt eine Stunde suhlte.
Heute ist Montag, und mir tut noch immer alles weh. Besonders das linke Hüftgelenk hat echt was mitgekriegt; ich kann nur humpeln. Aber ich habe es geschafft!
Allerdings werde ich nicht so bald wieder einen Marathon laufen. Natürlich bin ich froh, daß das Training vorher gefruchtet hat und ich meine Ziele erreicht habe (naja gut, nicht UNTER 4 Stunden, aber die paar Sekunden...). Aber ich fand die Marathonstrecke einfach zu lang und zu selbstquälerisch und vor allem das Hinterher - das war (und ist) ja grausam! Darüber liest man auch überhaupt nichts. Geht es vielleicht nur mir so, daß ich mich wie zerschlagen fühle und kaum laufen kann? Vielleicht 2005 mal wieder - bis dahin werde ich versuchen, meine Halbmarathonzeit zu optimieren. Und beim nächsten Marathon werde ich in der Vorbereitung meine langen Läufe auf 35 km ausdehnen und mit Endbeschleunigung trainieren - jedenfalls für mich war das Runner's-World-Programm mit den 32-km-Läufen wohl zu weich.
Ein Spaßlauf, mit 7 anderen vom TV Jahn als Glücksschweine kostümiert gelaufen.
Länge/Zeit: 6,00 km, 0:37:47 h, 6:18 min/km
Profil/Wetter: eben; teils heiter, teils wolkig
Strecke: Rohdehoffplatz, Stadtrat-Hahn-Park und zurück.
Nett, wenig fordernd, aber lustig.